5: Bei König Ludwig XV

Kurzbiographie Graf St.-Germain von Aljoscha Feuerstack

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Bei König Ludwig XV

Nach dem er in die Toscana zurückgekehrt war und seinen Pflegevater Medici besucht hatte, machte er in Italien alchimistische Experimente und widmete sich dem Gesellschaftsleben in Adelskreisen. Während seines Aufenthaltes in Frankreich wurde er unerwartet an den Königshof nach Versailles gerufen, wo der Gross-Prior der Malteser, Louis von Bourbon für einige Zeit residierte. Ludwig XV. der Herrscher von Frankreich, hatte keinen Spass am regieren. Er beschäftigte sich lieber mit der Jagd, schönen Frauen und anderen Vergnügungen. Seine Mätresse, die Marquise de Pompadour war die mächtigste und gehassteste Person im ganzen Land, weil sie die Regierungsgeschäfte leitete. Sie sorgte auch dafür das Ludwig XV. keine Langeweile hatte. Sie richtete ihm, als sie schon älter war, sogar einen Harem ein. Sie fädelte es auch ein, dass der Graf an den Hof kam um den König mit seinen alchimistischen Experimenten unterhalten zu können. Ludwig XV. bot seinem Besucher das Château Chambord zum ständigem Aufenthalt an. Er stellte ihm in diesem Schloss eine alchimistische Werkstatt zu Verfügung.

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In den folgenden Jahren beteiligte sich Saint Germain unteren andern an den Entwurfsarbeiten Frankreichs für den Suez-Kanal und nahm als Abgesandter des Königs an einem Freimaurer Kongress in Den Haag teil. 1737 starb sein Pflegevater Medici der seit 1721 Grossherzog von Toscana war. Saint Germain sollte die Nachfolge antreten, lehnte dieses aber ab. Es war ihm wichtiger, für die Einigung der europäischen Grossmächte einzutreten, als selbst Herzog eines kleinen Landes zu sein. Der Graf nahm Beziehungen zu den Grossmächten Russland und Preußen auf. Saint Germain reiste durch den Auftrag des Königs von Sardinien nach Wien. Der Graf kriegte von Maria Theresia den Geheimauftrag zu Friedensgesprächen mit dem Herzog von Cumberland auf dem Kriegsschauplatz in Flandern. 1748 war er massgeblich an dem Friedensschluss von Achen beteiligt. Auch an diesem grossen Erfolg setzte er seine diplomatische Tätigkeit in Europa fort. Unter anderem wurde er Grosshospitalit des Ordens von Malta, Gesandter von Sardinien und Domherr in Doornik. 1751 begünstigte der Graf unter dem Namen Gua de Malva das Werk seiner Freunde Denis Diderot und d´Alembert die mit dem 1.Band ihrer grossen Enzyklopädie begannen, die für die Bildung und Aufklärung des Menschen eine wesentliche Rolle spielten. Bis zur Vollendung des 58. bändigen Werkes vergingen 30 Jahre. Weitere Reisen führten den Grafen nach Rom, Neapel, Herculanum, Mailand und Ansbach-Bayreuth. 1758 bekam Samuel Leucht den Auftrag von Saint Germain Freimaurerlogen zu gründen Nach einem weiteren Aufenthalt im Hauptquartier des Königs Friedrich II. von Preußen kehrte er 1759 nach Frankreich zurück.

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